
St. Peter/Wien
1970 übertrug Kardinal Franz König die Wiener Peterskirche Priestern des Opus Dei. Ein Kurzinterview mit Rektor Christian Spalek.
21.07.2010
Was hat sich seit damals geändert? Geändert hat sich das pastorale Umfeld, die Peterskirche ist keine Pfarre mehr. Die Zahl der Einwohner und damit der Gläubigen hatte sich in der Wiener Innenstadt im Laufe der Jahre verringert. Darauf hat Kardinal König sehr früh, schon Anfang der 1970er Jahre, reagiert und eine Neuordnung im Dekanat Wien Innenstadt veranlasst. Seit damals sind wir eine Rektoratskirche, die ihr Angebot auf die Bedürfnisse der Citybesucher und CityBeschäftigten "zuschneiden" kann.
Wie sieht es in den anderen Bereichen der Pastoral aus? Im sakramentalen Bereich geht es uns um eine würdige Liturgie, in deren Zentrum die Eucharistiefeier steht. Hier wird seit Jahrzehnten, besonders durch den Chor von St. Peter, viel für die kirchenmusikalische Gestaltung geleistet. Die Kirchenmusik kommt auch mehr und mehr bei Andachten zum Tragen, die vornehmlich von Touristen besucht werden. Ein anderes großes Anliegen ist uns das konstante Beichtangebot. Unsere Priester hören wochentags von 10.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 18.00 Uhr Beichte. Wenn die Menschen wissen, dass sie einen Priester im Beichtstuhl vorfinden, dann kommen sie auch! Die Peterskirche hat sich schon den Ruf einer Beichtkirche erworben.
Man hört, dass in St. Peter viel in Richtung City- und Tourismuspastoral geschieht. Was ist Ihr Hauptanliegen? St. Peter ist eine Kirche im Herzen der Stadt. Da ist es wichtig, dass eine Kirche offen ist, solange wie möglich. Diese schöne Barock-Kirche kann viel zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Menschen beitragen. Die Rund-um-die-Uhr-Gelegenheit zur Beichte, dem Sakrament der Versöhnung, werden wir ganz sicher beibehalten. Und in naher Zukunft werden wir in dieser Kirche, die am Arbeitsplatz so vieler Menschen liegt, Glaubenskurse für Berufstätige in der Mittagspause anbieten.
Danke für das Gespräch.
SERVICE
HEILIGER JOSEFMARIA
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05.09.2010

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